9.8.-15.8.

Hier nun endlich die Zusammenfassung der letzten Woche in Australien:

9.8.

Nach dem Frühstück fuhren wir von Woolonga 300 km nach Bendigo. Hier besuchten wir die stillgelegte Goldmine. Die Tour führte uns ca. 60 Meter in die Tiefe und wir konnten dort die verwendeten Maschinen betrachten und hinter Plexiglas eine kleine Goldader. Danach besichtigten wir noch das Gelände, wie die Zerkleinerungsanlage, den Förderturm oder auch die Goldwaschanlage. Selbst ein wenig Gold waschen war natürlich unumgänglich. Danach gingen wir etwas in der Stadt herum und aßen in einem Lokal eine Pizza und fuhren anschließend zum Caravanplatz.

10.8.

Um halb zehn ging es Richtung Melbourne. Die 150 km sind für uns ja bereits ein Katzensprung, und so erreichten wir um halb eins wieder unseren Ausgangspunkt unserer Reise. Wir übersiedelten unser gesamtes Gepäck wieder ins Haus und brachten das Wohnmobil auf Vordermann.

Am späten Nachmittag fuhren wir dann zu Maui, um unser Wohnmobil zurück zu geben. Die Versicherung zahlte sich jetzt aus, da wir sonst die Windschutzscheibe selber bezahlen hätten müssen. Nach der Rückkehr kauften wir im Supermarkt was zum Abendessen ein und erzählten Adolf unsere Erlebnisse.

11.8.

Heute fuhren wir zuerst in die Innenstadt, um uns die ehemalige Münzprägestätte anzusehen. Jetzt ist aber dort ein Museum über die Geschichte der griechischen Einwanderer beheimatet. So fuhren wir weiter zum Victoria Market. Hier kauften wir jede Menge Mitbringsel ein, da sie um die Hälfte günstiger sind wie in den anderen Souvenirshops.

Das Mittagessen nahmen wir im Schweizer Club in der Innenstadt ein. Danach besichtigten wir zwei Kirchen. Da überraschte uns ein Platzregen. Wir konnten uns gerade noch in eine Bim retten. Die Straßen füllten sich in kürzester Zeit mit Wasser. Am Hauptbahnhof (Southern Cross) besorgten wir uns die Fahrkarten für unser morgiges Ziel. Am Plan stand nämlich Ballarrat, eine nachgebaute Goldgräberstadt aus den 1850ern.

Am Abend kauften wir uns zum Abendessen eine Pizza und gingen zeitig ins Bett.

12.8.

Um ca. sieben Uhr standen wir auf und bereiteten uns auf die Zugfahrt nach Ballarat vor. Das Wetter war leider nicht so besonders, denn es war kalt, neblig und es schaute immer wieder nach Regen aus.

Die Zugfahrt ging schnell vorüber und wir gingen vor das Bahnhofsgebäude, um auf den Bus zu warten. Nach einer Wartezeit von etwa 10 Minuten ging es mit dem Bus zum Sovereign Hill, wo die Goldgräberstadt beheimatet war.

Zuerst sahen wir uns ein Video über die Entstehung der Stadt nach dem ersten Goldfund an. Dann gings endlich weiter. Die Stadt war naturgetreu nachgebaut, die Darsteller waren alle in historischen Gewändern gehüllt. Man konnte sich die Bäckerei, die Schmiede, ein Hotel, die Kerzenfabrik oder auch die Zeitungsredaktion ansehen. Mittags aßen wir im Hotel und danach gabs die Wachablösung, wo die Musketensalven lauter waren, wie ich gedacht hatte.

Als letzter Punkt stand der Besuch des Goldmuseums gegenüber der Goldgräberstadt am Programm. Hier konnte man was über die Lebensumstände der Goldgräber erfahren, den Aufbau und den rasanten Aufstieg der Stadt und auch über den Aufstand der Goldgräber gegen die horrenden Gebühren des Empires. Ein Teil war auch den gefundenen Goldnuggets gewidmet. Einige waren ca. 7 kg schwer, die nur wenige Zentimeter unter der Erde gefunden wurden.

Natürlich durften Goldmünzen auch nicht fehlen. Es wurde ein Querschnitt der Goldproduktion mit den entsprechenden Goldmünzen seit der Antike bis zur Moderne geboten.

Nach dem viel zu kurzen Aufenthalt ging es mit dem Bus und mit dem Zug wieder zurück nach Melbourne.

13.8.

Heute gings wieder in die Stadt. Zuerst besichtigten wir Chinatown, das nicht sehr aufregend war. Danach war das alte Postgebäude dran, das heute eine Shopping Mall ist. Weiter gings entlang der großen Einkaufsstraße von Melbourne.

Da es so schön war, beschlossen wir nochmals nach St. Kilda zu fahren, um uns einen Fisch zu gönnen.

Bei der Rückfahrt stiegen ich und Eva beid der National Gallery of Victoria aus, um uns die Dalí-Ausstellung anzusehen. Die Ausstellung war echt überwältigend und die knapp zwei Stunden waren viel zu kurz, um alles genau zu betrachten.

Am Abend fingen wir bereits zu packen an, um morgen keinen Stress zu bekommen.

14.8.

Unser letzter Tag in Australien! Es herrschte bereits in der Früh allgemeine Aufbruchstimmung. Alle wuselten herum und packten die letzten Dinge für den Heimflug ein. Das Taxi wurde bestellt, der Strom, das Wasser und das Gas wurden abgedreht. Um knapp vor 12 Uhr mittags kam das Taxi und brachte uns zum Flughafen.

Der Flug nach Singapur ging kerzengerade über Australien und man konnte sogar den Uluru von oben erblicken, wenn man einen Fensterplatz zugeteilt bekam. Wir hatten leider nicht das Glück.

Nach 1 1/2 Stunden Aufenthalt ging es weiter Richtung München. Es ging abermals kerzengerade weiter. Vor Israel machten wir einen Schwenk Richtung Nordosten und so flogen wir über die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich nach München.

15.8.

In der Früh um halb sechs landeten wir 20 Minuten zu früh in München. Auf das Gepäck mussten wir nach der Abfertigung auch nicht warten. Das Taxi wartete ebenfalls bereits vor der Abflughalle. Es ging zum Autoabstellplatz, den wir 10 Minuten später erreichten. Von dort ging es mit zwei Autos nach OÖ. Um 8:45 waren wir wieder daheim angelangt, dem Ausgangspunkt unserer wunderschönen und ereignisreichen Reise nach Down Under!

Daten: Wir legten in Australien 9000 km mit Auto, Zug und Wohnmobil zurück und verbrauchten 1100 Liter Treibstoff. Etwa 3500 Fotos wurden gemacht und ca. 19 Stunden Videoaufnahmen.

2 Antworten zu “9.8.-15.8.”

  1. Valie Wöcha Sagt:

    Im Grunde genommen ist dies ne geniale Geschichte, ich bin mir aber unsicher, ob das auch auf Dauer brauchbar bleibt.

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